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Was den Puls nach oben treibt: Wie stressig ist Pendeln?

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Was den Puls nach oben treibt

Fünf Pendler, fünf verschiedene Alltage: Stadt oder Land - Auto oder ÖPNV? Wir haben Pendler bei ihrer Fahrt begleitet und ihren Alltag vermessen. Wie gesund ist Pendeln?
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Vom Bus, in den Zug und später noch in die U-Bahn: 140 Minuten ist Tom Klein täglich unterwegs, wenn alles glatt läuft. Verspätungen und laute Mitreisende machen die Fahrt zwischen Wiesbaden und Frankfurt für ihn oft zur Tortur. Das treibt den Puls des hr-Mitarbeiters gerne mal in die Höhe.
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Das passiert mit Toms Puls bei der Fahrt

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Tom macht den Test

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Studien weisen daraufhin, dass Pendler häufig erschöpfter sind und mehr körperliche Beschwerden haben. "Beschäftigte sind umso unzufriedener mit ihrer Work-Life Balance, je mehr Zeit das tägliche Pendeln in Anspruch nimmt", sagt Anne Marit Wöhrmann, Psychologin bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Belastungen durchs Pendeln können zum Beispiel durch Gleitzeiten oder die Berechnung des Arbeitswegs als Arbeitszeit reduziert werden.
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Maria Pfeiffer fährt nicht nur mit einem Verkehrsmittel. Sie benutzt gleich mehrere. Knapp zwei Stunden ist sie täglich unterwegs. Von zuhause in Babenhausen fährt sie zunächst 30 Minuten mit dem Auto zum Bahnhof Rodgau-Dudenhofen. Anschließend steigt sie auf die S-Bahn zum Frankfurter Hauptbahnhof um. Und genau dieser Wechsel sorgt bei Maria für einen hohen Puls.
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Das passiert mit Marias Puls bei der Fahrt

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Maria: "Ich rechne immer einen Puffer ein."

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Schwierig wird es laut Experten vor allem dann, wenn die Freizeit unter dem Pendeln leidet. "Wenn das soziale Netz aufgrund des Pendelns zu bröckeln droht, sollte man Alarm schlagen", sagt Thomas Rigotti, Arbeitspsychologe an der Universität Mainz. Denn vor allem Wegstrecken ab 50 Minuten pro Fahrt seien sehr belastend. Deshalb sei vor allem eine klare Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit wichtig.
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Für drei Tage haben wir Maria deshalb in ein Hotel in Frankfurt einquartiert. Wollten sehen, ob sich ihr Stressempfinden verändert. Ihr Weg zur Arbeit: 30 statt 120 Minuten täglich.

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Am längsten ist Mario Dauber aus Bad Endbach unterwegs. Drei bis vier Stunden nimmt er täglich in Kauf für den Weg zur Arbeit und wieder zurück. Und das obwohl er nicht mal den weitesten Weg hat. Mit dem Fahrrad fährt Mario jeden Tag fast 80 Kilometer. Im Jahr legt er so rund 15.000 Kilometer zurück.
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Das passiert mit Marios Puls bei der Fahrt

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Trotz des großen Zeitverlustes: Ein Leben in der Stadt kommt für Mario und seine Frau nicht in Frage. "Wir leben gerne auf dem Land. Da kommt man zur Ruhe", sagt er. Das Pendeln macht ihm kaum etwas aus. “Ich rege mich wenig auf”, erzählt Mario. Außerdem sei das Fahrradfahren schlichtweg günstiger. Um die 300 Euro spare er monatlich dadurch, dass er nicht mit dem Auto fahre - und den Sport habe er gleich mit abgedeckt.
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Die wichtigste Frage ist immer: Warum pendele ich? Habe ich mich selbst für das Pendeln entschieden oder muss ich mangels Jobalternativen oder zu hoher Wohnkosten lange Strecken zurücklegen? "Wenn ich mich selbst für die Konstellation entschieden habe, bin ich viel zufriedener, als wenn ich eigentlich gar nicht pendeln möchte", sagt Arbeitspsychologe Thomas Rigotti.
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Peter Sauer fährt fünf Mal die Woche mit dem Fahrrad von Frankfurts Ostend zum Westend. 60 Minuten ist er so täglich unterwegs. Er gönnt sich wechselnde Strecken, manchmal fährt er Umwege. "Diesen Stress den Autofahrer haben, den haben Fahrradfahrer nicht. Einfach, weil man viel selbstbestimmter unterwegs ist“, sagt er.
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Das passiert mit Peters Puls bei der Fahrt

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"Am besten schneidet ohne Frage das Fahrrad ab", sagt Psychologe Thomas Rigotti. Mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren biete viele Vorteile. Es sei nicht nur die umweltfreundlichste Fortbewegungsart, sondern zudem gesund. "Eine große Studie in Großbritannien zeigte, dass Fahrradpendler ein deutlich verringertes Krebsrisiko aufwiesen", berichtet Rigotti.
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Martin Ameling pendelt jeden Tag rund eineinhalb Stunden zwischen Mainz und Frankfurt. Mit dem Auto legt er diese Strecke zurück. "Das Pendeln mit dem Auto stresst mich schon. Vor allem Stau nervt mich immer“, sagt der hr-Mitarbeiter. Und der kommt auf seiner Strecke häufiger vor.
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Das passiert mit Martins Puls bei der Fahrt

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Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat eine Studie mit 20.000 Beschäftigten durchgeführt. Das Ergebnis: Mit längerer Wegezeit nehmen auch gesundheitliche Beschwerden zu.

Dazu zählen Müdigkeit, Erschöpfung und Reizbarkeit. Viele Pendler leiden ebenfalls unter Kopfschmerzen, Magenproblemen oder Rückenschmerzen. "Wenn man merkt, dass man Beschwerden hat, sollte man die Situation ändern", sagt Anne Marit Wöhrmann, Psychologin von der BAuA.
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Redaktion: hr-Datenteam
Autorin: Michelle Goddemeier
Grafik: Peter Gerbig
Tracking-Ergebnisse: Jan Eggers, Till Hafermann
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