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Die hessischen Olympiafahrer

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2.925 Athleten aus 92 Nationen kämpfen bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang um Medaillen. Mit dabei sind auch fünf hessische Sportler. Mit Hoffnungen, Titel-Träumen und Glücksbringern haben sie sich auf den Weg nach Südkorea gemacht. 

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Sie haben trainiert, gekämpft und alles gegeben für ihren Traum von Olympia. Wenige Tage vor dem Start der Spiele am 9. Februar ging es für Skispringer Stephan Leyhe, die Skeleton-Fahrerinnen Tina Hermann und Anna Fernstädt, Bob-Pilotin Anna Köhler und Anschieberin Ann-Christin Strack nach Südkorea.

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Für Stephan Leyhe aus Willingen sind es die ersten Olympischen Spiele. Druck spürt der 26-Jährige dennoch nicht. "Wenn ich auf dem Balken sitze, gibt es nur mich und die Schanze", sagt Leyhe. Und die liegt ihm in Pyeongchang ganz besonders. Auf der Großchance hält Leyhe noch immer den Schanzenrekord - 139,5 Meter.

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Beim Heim-Weltcup in Willingen hat Leyhe zuletzt noch einmal Kraft getankt. "Das ist in stressigen Tagen mein Anker, zu dem ich immer wieder zurückgehen kann", sagt er über seine nordhessische Heimat. Dort lebt seine Familie, für den Skiclub geht er an den Start. Bundestrainer Werner Schuster glaubt trotzdem, dass die Sprünge bei Olympia für den 26-Jährigen einfacher werden als vor heimischer Kulisse.



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Mit Teamkollege Andreas Wellinger teilt sich Leyhe in Pyeongchang ein Zimmer. Und da zeigt sich der Nordhesse, der stets als ruhig und zurückhaltend gilt, auch von einer anderen Seite: "Wenn wir uns aus dem Weg gehen wollen, dann tun wir das. Wenn wir irgendeinen Blödsinn machen, dann ist Stephan dabei. Deshalb ist es extrem entspannt", sagt Wellinger.

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Eindrücke sammeln, Emotionen aufsaugen und ein Sprung unter die Besten 15  - das hat sich Stephan Leyhe für seine Zeit bei den Olympischen Spielen vorgenommen. Die Eröffnungsfeier hat er sich in seinem Terminkalender rot angestrichen. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen will er außerdem ein Spiel des deutschen Eishockey-Teams besuchen oder bei den Skifahrern vorbeischauen.

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Auch für Tina Hermann sind es die ersten Olympischen Spiele. Dabei reist die Skeleton-Fahrerin aus Hirzenhain nicht als Außenseiterin nach Pyeongchang. Gemeinsam mit Teamkollegin Jacqueline Lölling gehört sie zu den Medaillen-Aspirantinnen.

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"Angst darf man nicht haben", sagt Tina Hermann über ihren Sport. Denn Skeleton ist nichts für schwache Nerven. "Ich lenke mit Schultern und Knien." Und das bei bis zu 145 km/h im Eiskanal. Auch mit den Füßen können die Skeletonis korrigieren - das aber kostet Zeit. Und die will Hermann nicht verlieren.

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Denn Tina Hermann ist ehrgeizig. Mit gerade einmal zwölf Jahren verließ sie einst die hessische Heimat und ging für ihren Traum von der Skikarriere auf ein Internat in Berchtesgarden. Dort wechselte sie schließlich von den Ski auf den Schlitten - eine Entscheidung, die Tina Hermann nicht bereuen sollte.

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Dreimalige Weltmeisterin, Siegerin im Gesamtweltcup und in Hirzenhain ein eigens nach ihr benannter Pfad - Tina Hermanns Bilanz kann sich sehen lassen. Und so überrascht es nicht, dass sie über die Olympischen Spiele sagt: "Ich freue mich auf alles." Von der Eröffnungsfeier bis zur Schlusszeremonie - Tina Hermann will alles mitnehmen. 

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"Wenn ich mit einer Medaille um den Hals nach Hause komme, dann bin ich zufrieden", sagt sie. Die größte Konkurrentin im Kampf um Edelmetall kommt für Tina Hermann allerdings ausgerechnet aus dem eigenen Team: Jaqueline Lölling, Weltmeisterin. Für atmosphärische Spannungen sorgt der Konkurrenzkampf aber nicht. "Das wird einfach in der Bahn ausgefahren." Vielleicht gibt es so ja gleich mehrere Medaillen.

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Zum Rodeln zu alt, zum Bobfahren zu jung - so ist Anna Fernstädt zum Skeleton gekommen. Inzwischen ist die 21-Jährige Junioren-Weltmeisterin und ist nun auch bei ihren ersten Olympischen Spielen dabei.

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Aufgewachsen ist Anna Fernstädt in Groß-Umstadt. Sie holte sich in ihrer hessischen Heimat einst den Meistertitel im Turnen. Doch mit dem Umzug nach Bayern endete auch ihre Turnkarriere. Anna Fernstädt wagte den Sprung zum Skeleton - kopfüber ins neue Sportglück.

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Kimchi - also die klassische südkoreanische Delikatesse - steht auf Anna Fernstädts Speiseplan in Südkorea nicht ganz oben. "Ich freu mich auf Sushi", sagt die 21-Jährige. In der Küche des Appartments im Olympischen Dorf gibt es beides nicht - dort werden die Schlitten der Skeletonis präpariert.

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Tina Hermann über Mitbewohnerin Anna Fernstädt

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Mi Jacqueline Lölling und Tina Herrmann bewohnt Anna Fernstädt ein Appartment im Olympischen Dorf. Neben Glücksbringern und der offiziellen Teamkleidung ist auch der Teamgeist im gemeinsamen Zuhause auf Zeit eingezogen. Die schlechten Angewohnheiten haben Anna Fernstädt und Co. daheim gelassen. "Ich habe die Anna noch nie schnarchen gehört. Das wäre auch der Ehe-Killer", sagt Tina Hermann.

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Aus dem Odenwald nach Pyeongchang - Anna Köhler ist auch im Eiskanal zu Hause, allerdings nicht auf dem Schlitten, sondern im Bob. Im Januar feierte sie den ersten Podiumsplatz ihrer Karriere - viel besser kann man sich ja eigentlich gar nicht auf die Olympischen Spiele vorbereiten.

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Für die Bob-Pilotin sind die Olympischen Spiele ein Traum. Dabei will sich Anna Köhler allerdings nicht zu sehr unter Druck setzen. Das einzige Ziel der 24-Jährigen: vier starke Durchgänge abliefern. Dann klappt es vielleicht sogar mit dem Podium. Und wenn der Stress doch einmal zu groß wird, springt Anna Köhler aufs Longboard. Das Brett ist, anders als der Bob, für sie nämlich vor allem eines - Entspannung.

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Für Ann-Christin Strack wird Olympia vor allem eines - ein Wechselbad der Gefühle. Denn die Anschieberin aus Gießen ist als Ersatz in Pyeongchang und kommt dann zum Einsatz, wenn eine Teamkollegin ausfällt.

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Die Zeit bei den Winterspielen will die 24-Jährige dennoch genießen. Denn einst als Leichtathletin gestartet, war der Wechsel in den Bob nicht leicht: "Ich wurde hin und her geschüttelt, konnte den Kopf kaum ruhig halten und hatte Tage danach noch Muskelkater", sagt Ann-Christin Strack über ihre erste Fahrt. Drei Jahre später ist sie Teil des deutschen Olympia-Teams, braucht als Ersatz aber Geduld.

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Skispringer Stephan Leyhe, die Skeleton-Fahrerinnen Tina Hermann und Anna Fernstädt, Bob-Pilotin Anna Köhler und Bob-Anschieberin Ann-Christin Strack - fünf Sportler, fünf Wege und ein Ziel - Erfolg bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang.

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